07.05.2009 – Ergebnisse
Neurohr verteidigt UTEBA-Pokal
Die große Sensation ist ausgeblieben, aber damit hat wohl eh niemand mehr gerechnet. Bereits bei der Veröffentlichung der letzten 4 Tipps der Saison war die Entscheidung gefallen: Als erste Spielerin überhaupt kann die Vorzeigedame der Bundesligafreunde den UTEBA-Pokal verteidigen und steht damit wohl im Zenit der Karriere. Finalgegner Rolf Reible brachte am Ende noch mal einen Unterschied auf den Tippzettel, der aber, so wollte es diese Finalserie, endete zu Gunsten Neurohrs [Mehr] Wenn man ein Europapokal-Finale am Ende mit 8 Toren Unterschied für sich entscheiden kann (19:11), zeugt das schon von einer immensen Klasse. Neurohr hat nun geschafft, was einst Jens Jany im Champions-Cup gewann, nämlich 2 aufeinander folgende Wettbewerbe zu gewinnen. Es ist schon erstaunlich: Über den normalen Weg, eine gute [Bild2R]Ligaplatzierung, hat sie noch nie die sportliche Qualifikation für die UTEBA geschafft. Erst im 4.Jahr in der Liga dabei, belegte sie dort die Plätze 09, 10, 20 und aktuell Platz 17. Es war der nationale Pokal, durch den sie 2007 das Ticket nach Europa lösen konnte und dort wohl ihre eigentliche Bestimmung gefunden hat. Wie gut, dass es UTEBA gibt! Bleibt natürlich die Frage, was jemand noch erreichen will, wenn er vor Vollendung seines 30.Lebensjahres 2 Europapokale in der Vitrine stehen hat. Das Triple in 2010? Möglich, aber aus statistischen Gründen eher unwahrscheinlich. Die Bundesligafreunde sollten sich deshalb wohl darauf einstellen, dass Euro-Claudia künftig nach nationalen Titeln greift, um ihre Sammlung zu vervollständigen. Herzlichen Glückwunsch zum Double! [Bild3L]Doch auch Rolf Reible darf zufrieden sein. Warum lange mit dem vergeigten Finale hadern? Die Saison hatte Höhen und Tiefen, doch am Ende war er es, der sich im weiter gewachsenen Teilnehmerfeld bis ins Finale gekämpft hat. Er geht nach Peter Erkelenz als zweiter Finalist seiner Liga in die Geschichte ein, in beiden Europapokalen war nun einmal ein „Onlinetipper“ vertreten. Ohne Freilos ausgestattet, musste Reible von Anfang an kämpfen. Runde 1: Hinspiel glatt gewonnen, Rückspiel verloren. Runde 2: Hinspiel mit 2 Toren verloren, dann klarer Rückspielsieg. Achtelfinale: Kantersieg im Hinspiel, klare Niederlage im Rückspiel. Ab dem Viertelfinale dann ungeschlagen bis ins Finale. Mentale Stärke, Kampfeslust, die Fähigkeit sich im entscheidenden Moment zu steigern – bis aufs Finale war alles drin beim Spielleiter von Onlinetipp. Egal – vielleicht gibt’s im kommenden Jahr ein Wiedersehen, dann möglicherweise sogar im Champions-Cup.

